TopQM-Systems AG mit zwei Fachvorträgen beim VDFI-Arbeitskreis Qualitätsmanagement

Am 26. März 2026 war die TopQM-Systems AG beim Arbeitskreis Qualitätsmanagement des VDFI in Florstadt mit zwei Fachvorträgen vertreten. Im Mittelpunkt standen die Themen:

- Die wichtigsten Aspekte des VDA Band 2 PPF-Verfahrens
- EN 9100 Luft-, Raumfahrt & Verteidigung Managementsystem-Norm

 

Der Arbeitskreis Qualitätsmanagement des VDFI bringt Unternehmen und Fachleute zusammen, die sich mit aktuellen Anforderungen, Normen und Entwicklungen im Qualitätsmanagement beschäftigen. Auf der Tagesordnung der Sitzung standen neben den Vorträgen von TopQM-Systems AG auch Themen wie VDA 6.8 Prozessaudit Supply Chain, IATF 16949 FAQs und Sanctioned Interpretations sowie Fragen der Lieferantenbewertung.

Für die TopQM-Systems AG war der Termin eine gute Gelegenheit, zwei Themen aufzugreifen, die in der Praxis vieler Unternehmen besonders relevant sind: zum einen die sichere und strukturierte Vorbereitung von Produkt- und Prozessfreigaben, zum anderen Qualitätsmanagement in regulierten und sicherheitskritischen Branchen.

Vortrag 1: PPF nach VDA Band 2 – worauf es in der Praxis ankommt

Im ersten Vortrag ging es um das PPF-Verfahren zur Produktionsprozess- und Produktfreigabe.

Die Vortragsunterlagen machen deutlich: PPF ist nicht nur eine formale Dokumentation vor dem Serienstart, sondern ein strukturierter Nachweis dafür, dass Produkt und Produktionsprozess unter seriennahen Bedingungen freigabefähig sind. Entscheidend ist also nicht nur, dass Unterlagen vorliegen, sondern dass Anforderungen verstanden, umgesetzt und nachvollziehbar abgesichert werden.

Im Mittelpunkt standen unter anderem folgende Punkte:

  • klare Definition des Lieferumfangs
  • frühzeitige Abstimmung mit dem Kunden
  • belastbare Nachweise für Produkt- und Prozesskonformität
  • offener Umgang mit Abweichungen
  • eindeutige Freigabeentscheidung für den Serienstart

Die Folien zeigen außerdem, dass viele Probleme im PPF nicht erst bei der eigentlichen Prüfung entstehen, sondern bereits deutlich früher — etwa durch unklare Abstimmungen, nicht sauber abgegrenzte Umfänge oder zu spät erkannte Auslöser für eine Bemusterung. Genau hier entscheidet sich oft, ob Freigaben strukturiert vorbereitet werden oder zum Engpass werden.

Zusätzlicher Praxisaspekt: Änderungen zur 7. Auflage

Ein weiterer Schwerpunkt des Vortrags war der Blick auf die Änderungen zur 7. Auflage. Dabei wurden insbesondere folgende Entwicklungen hervorgehoben:

  • stärkere Risikoorientierung
  • frühere und verbindlichere Kundeneinbindung
  • veränderte Nachweislogik
  • größere Bedeutung des PPF-Berichts
  • frühere Vereinbarung der Requalifikation
  • deutlich aufgewertete Software-Nachweise

Die zentrale Botschaft daraus:

Weniger Formulare bedeuten nicht weniger Disziplin.

Gerade mit mehr Flexibilität steigen auch die Anforderungen an methodisches Vorgehen, klare Verantwortlichkeiten und eine saubere Lenkung der Nachweise.

Vortrag 2: EN 9100 – Qualitätsmanagement in sicherheitskritischen Branchen

Der zweite Vortrag widmete sich der EN 9100 als Qualitätsmanagementsystem-Norm für die Luft-, Raumfahrt- und Verteidigungsindustrie.

Die Vortragsunterlagen ordnen EN 9100 als international harmonisierten Standard ein, der auf der ISO 9001:2015 basiert und um branchenspezifische Anforderungen ergänzt wird. Ziel ist es, die besonderen Anforderungen sicherheitskritischer Industrien abzubilden und Vertrauen innerhalb der Lieferkette zu stärken.

Warum EN 9100 für Unternehmen relevant ist

Im Vortrag wurde deutlich, dass EN 9100 für viele Unternehmen weit mehr ist als ein zusätzlicher Normenrahmen. In vielen Fällen ist sie eine wichtige Voraussetzung, um sich in anspruchsvollen Lieferketten der Luftfahrt, Raumfahrt und Verteidigung überhaupt positionieren zu können.

Im Fokus standen unter anderem diese Aspekte:

  • Aufbau auf ISO 9001 mit branchenspezifischen Ergänzungen
  • klare Rollen, Verantwortlichkeiten und Befugnisse
  • strukturierte operative Prozesse
  • hohe Anforderungen an Nachweisführung und Systemwirksamkeit
  • Bedeutung als Marktzugangsvoraussetzung in sicherheitskritischen Branchen

Gerade in diesem Umfeld reicht es nicht aus, Anforderungen nur formal abzubilden. Entscheidend ist, dass Prozesse, Verantwortlichkeiten und dokumentierte Informationen im Unternehmen auch unter hohen Anforderungen zuverlässig funktionieren.

Was Unternehmen daraus mitnehmen können

Die beiden Vortragsthemen zeigen sehr gut, wie breit Qualitätsmanagement heute in der Praxis wirkt.

Im Automotive-Umfeld stehen häufig Fragen im Mittelpunkt wie:

  • Wann wird ein PPF erforderlich?
  • Welche Nachweise sind wirklich notwendig?
  • Wie lassen sich Freigaben sauber vorbereiten?
  • Wie können Risiken vor Serienstart früh erkannt werden?

In regulierten und sicherheitskritischen Branchen geht es dagegen stärker um Fragen wie:

  • Welche Anforderungen bringt EN 9100 zusätzlich zur ISO 9001 mit?
  • Wie müssen Verantwortlichkeiten und Prozesse aufgebaut sein?
  • Welche Rolle spielt das Managementsystem für den Zugang zu neuen Märkten und Lieferketten?

Gerade diese Verbindung aus Praxisnähe, Normenverständnis und umsetzbarer Einordnung macht den fachlichen Austausch in solchen Gremien wertvoll.

TopQM-Systems AG im fachlichen Dialog

Mit den beiden Vorträgen beim VDFI-Arbeitskreis Qualitätsmanagement hat die TopQM-Systems AG aktuelle und praxisrelevante Themen in die Diskussion eingebracht. Die Beiträge zeigen die Bandbreite der Anforderungen, mit denen Unternehmen heute im Qualitätsmanagement konfrontiert sind — von Produktionsprozess- und Produktfreigabe im Automotive-Bereich bis hin zu Managementsystemen für Luft-, Raumfahrt und Verteidigung.

Sie möchten mehr darüber erfahren, wie sich PPF-Verfahren oder EN 9100-Anforderungen praxisnah in Ihrem Unternehmen einordnen und umsetzen lassen?

Dann freuen wir uns über Ihre Kontaktaufnahme an: anfrage@topqm.de